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Solitudes

OHNE TITEL [TANZENDE STEINE]





















OHNE TITEL [TRANSFORMERS #4]


OHNE TITEL [MARS #2]































OHNE TITEL [MARS #2]


OHNE TITEL [TRANSFORMERS #4]





















OHNE TITEL [TRANSFORMERS #4]


OHNE TITEL [MARS #1]































OHNE TITEL [MARS #1]


OHNE TITEL [MARS #3]





















OHNE TITEL [MARS #3]


OHNE TITEL [SILENT ENIGMA]































OHNE TITEL [SILENT ENIGMA]


OHNE TITEL [WAVE]





















OHNE TITEL [WAVE]


OHNE TITEL [SWAN]































OHNE TITEL [SWAN]


OHNE TITEL [GLÄSERNER RIESE]
























OHNE TITEL [GLÄSERNER RIESE]


SOLITUDES - STUTTGARTER OBJEKTKUNST REVISITED
Die Serie beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum: Wenn etwas immer am gleichen Ort steht, man seine Präsenz gewohnt ist, dann nimmt man es oft nicht mehr wahr. Kunst im öffentlichen Raum ist davon besonders betroffen: Veränderte Stadtstrukturen, vielfältige Freizeit- und Shopping-Möglichkeiten sowie die zunehmende Verrohung öffentlicher Plätze tragen dazu bei, dass Kunstobjekte nicht mehr als soziales, kulturelles und politisches Spiegelbild einer Stadt bzw. einer Gesellschaft wahrgenommen werden. Die Folge ist, dass sie an Bedeutung verlieren und im Laufe der Zeit geradezu "vereinsamen".
Diesen Prozess der Vereinsamung und des Verlierens veranschaulicht Oliver Raschka durch die Herauslösung der Objekte aus ihrer Umgebung. Mit Hilfe der Konzentration auf Ausschnitte und Abstraktionen sowie der gezielten Kontrastierung einzelner Figurenelemente betont er gezielt die Besonderheiten der einzelnen Kunstobjekte und macht auf diese Weise die eigenständigen Charaktere der Figuren, die dem vorbeieilenden Passanten entgehen, in den Fotografien neu sichtbar. Harte Kontraste und die Fokussierung auf Strukturen betonen hierbei die "Persönlichkeit" der Objekte. Mit Hilfe des ausdrucksstarken Himmels erfolgt zumeist eine Überhöhung der Objekte im Sinne einer ikonenhaften Darstellung. Die Objekte verkörpern für mich somit mehr als das Material ihres Körpers.
Neben dem erheblichen fotografischen Potenzial liegt seine persönliche Motivation für dieses Projekt darin, die Objekte im öffentlichen Raum wieder bewusst wahrzunehmen, ja sie wieder für mich zu entdecken, und durch meine Art der Kunst, die Fotografie, wieder neu zu beleben und Denkanstöße zu geben. Vielleicht tragen die Fotografien auch dazu bei, dass die Kunstwerke wieder neue Besucher bekommen, die die Objekte bewusst aus der individuellen Perspektive betrachten.
So entstehen seit 2009 Fotografien, die über Stuttgart verteilte Objekte im öffentlichen Raum von Wander Bertoni, Bernd Wilhelm Blank, Erich Hauser, Carsten Nicolai und anderen bekannten Künstlern aus einem neuen Blickwinkel zeigen. Derzeit umfasst das Projekt mehr als ein Dutzend Objekte und über 30 Fotografien.